Zaubertränke

 

Stunde 1

Hallo alle zusammen!!!
Ich bin Prof. Hermine G. Da wir heute unsere erste Stunde Zaubertränke haben, werde ich erstmal eine kleine "Infostunde" machen. Das heißt heute werde ich nur erklären wie alles in meinem Unterricht abläuft, wie die Hausaufgaben zu machen sind und wie ich diese bewerte. Eine Hausaufgabe werde ich heute trotzdem aufgeben, damit Sie gleich schon in der ersten Stunde Hauspunkte sammeln können.

Beginnen wir mit den Hausaufgaben:
1. Ich nehme nur Hausaufgaben an, in deren Betreff Nickname--Klasse--Fach--Stunde steht (z.B. Hermine G.-Klasse 1-Zaubertränke-Stunde 1).
2. Hausaufgaben ohne Betreff werden von mir, ohne sie zu lesen, gelöscht. 
3. Ihre Hausaufgaben schicken Sie mir bitte an: JessicaKoch3@gmx.net
4.Wenn Sie Hausaufgaben von mir erledigen wollen, machen sie Bitte ALLE Aufgaben dieser Stunde in einer E-mail!!!! Nachgeschickte Hausaufgaben werden sonst nicht mehr bewertet.
5. Bilder und auch Texte Können Sie mir im Anhang mitsenden oder im [img]Internetseite[/img] Verfahren.

Bewertung Ihrer Einsendungen:
1.Es gibt Abzüge, wenn die Hausaufgaben unvollständig sind oder das Thema verfehlt wurde.
2. Sie sollten in Ihren Hausaufgaben auch auf die Rechtschreibung und die Grammatik achten. Ich gebe zwar keinen Punktabzug wenn Rechtschreib- bzw. Grammatikfehler in Texten enthalten sind, denn es geht hier ja eigentlich um die fehlerfreie inhaltliche Lösung der Aufgaben, doch wenn man ein wenig auf die Rechtschreibung achtet schadet das ja nichts.
3. Ich werde jeweils angeben wie viel Punkte bei den einzelnen Hausaufgaben zu erreichen sind.

Achtung:
Werden Texte aus dem Internet kopiert oder irgendwo abgeschrieben wird der entsprechende Schüler, mit 10 Punkten Abzug bestraft und für den Text werden keine Punkte vergeben.
Wenn ich als Hausaufgabe aufgeben sollte ein Bild zu zeichnen schickt mir kein Bild aus dem Internet oder eins, dass ihr aus einem Buch eingescannt habt sondert zeichnet selbst eins andernfalls werde ich für dieses Bild auch keine Punkte vergeben und dem entsprechenden Schüler werden ebenfalls 10 Punkte abgezogen. Dies ist auch im Sinne des Urheberrechts.

Noch eine letzte Anmerkung:
Ich bin für Vorschläge wie ich meinen Unterricht verbessern könnte jeder Zeit offen. Freuen würde ich mich auch über ein paar Feedbacks wie Sie meinen Unterricht finden. Und seien Sie nicht enttäuscht wenn Ihr Vorschlag nicht in meinen Unterricht mit eingebracht wird, denn alles kann ich nicht an meinem Unterricht ändern. Wenn Sie Fragen zu meinem Unterricht haben, können Sie mich auch gerne anschreiben, ich werde Ihnen dann so schnell wie möglich antworten.

 

Kommen wir nun zu Ihren ersten Hausaufgaben im Fach Zaubertränke (ich hoffe, Sie können dabei viele Punkte gewinnen):

1. Fertigen Sie mir eine Tabelle an. In ihr muss stehen welche Zaubertrankutensilien welche Bedeutung besitzen (um Zusatzpunkte zu bekommen, können sie mir auch ein Bild für den jeweiligen Gegenstand zuschicken). Es müssen mindestens 10 Gegenstände genannt und erklärt werden. z.B. 

 

Kristallfläschchen

Aufbewahrung von Zaubertränken und Zutaten

 

Auf diese Hausaufgabe gibt es 50 HP (5 HP pro richtige Tabellenspalte)

 

2. Schreiben sie mir einen kleinen Text (min. 50 Wörter) über dass, was sie in den nächsten Stunden Zaubertränke lernen/wissen wollen.

Auf diese Hausaufgabe gibt es max. 20 HP

 

Stunde 2

Hallo alle zusammen!!!

Unser heutiges Thema sind Zaubertrankzutaten.

Einige der pflanzlichen, tierischen und mineralischen Zutaten von Zaubertränken haben magische Wirkstoffe. Nicht wenige der Bestandteile von Zaubertränken sind auch als hoch wirksame Heil- oder Giftpflanzen in der Muggelwelt bekannt.

Die spezielle Zauberwirkung ergibt sich durch die Mischung der Zutaten und ihre exakte Zubereitung. Wenn Zutaten zu einer anderen Zeit als der angegebenen Zeit geerntet, oder in der falschen Reihenfolge oder bei falscher Temperatur etc. in einen Zaubertrank gegeben werden, so kann dies zu Kesselexplosionen oder schweren Vergiftungen führen...

 

Die Ernte:

Einer Bauernweisheit zufolge, sollte man alles was von der Pflanze über der Erde wächst (Blätter, Stiele und Knospen) bei zunehmenden Mond ernten. Alles was unter der Erde wächst (Wurzeln, Knollen) bei abnehmenden Mond. Blüten bzw. Blütenblätter dagegen entfalten ihre volle Wirkung wenn sie an Vollmond geerntet werden.

Je nachdem, ob die Pflanzen frisch oder getrocknet verwendet werden, muss man die Ernte auf den Trank abstimmen.

 

Die Lagerung:

Blütenblätter müssen je nach Witterung 5-10 Tage trocknen, bis sie gebrauchsfertig sind und keine Flüssigkeit mehr enthalten. Bei Blättern oder Knollen verlängert sich dieser Zeitraum auf bis zu 20 Tagen. Danach sollten die Kräuter von Feuchtigkeit ferngehalten werden. Am Besten halten sie sich in luftdicht verschließbaren Gläsern.

 

Getrocknete Zutaten halten sich sehr lange und können noch ein halbes Jahr nach der Ernte mit vollem Aroma und Wirkung verarbeitet werden. Frische Zutaten dagegen müssen innerhalb von 2 Tagen verbraucht werden, sonst verlieren sie an Wirkung oder fangen an zu schimmeln.

 

Der Umgang mit giftigen Zutaten:

Ein weiteres wichtiges Lernfeld ist der Umgang mit giftigen Zutaten. Giftige Zutaten können bei niedriger Dosierung lindernd oder sogar heilend wirken. Darauf sind inzwischen auch die Muggel gekommen und sie untersuchen daher alle möglichen Giftsorten.

Ich muss Sie dennoch warnen, denn das Hantieren mit giftigen Zutaten kann gefährlich sein. Es gibt eine Reihe von Hygienevorschriften, die beim Umgang mit giftigen Zutaten beachtet werden müssen. Zum Beispiel sollte man:

- die Art der Giftigkeit kennen (Manche sind nur beim Verzehr giftig, andere hingegen können schon allein durch Anfassen schmerzhafte Verätzungen auf der Haut hervorrufen)

- bei der Zubereitung dieser Zutaten sollten Sie daher unbedingt Schutzhandschuhe tragen.(Drachenhaut oder Bieberfell)

- ebenso dürfen Sie nie an einem Trank riechen, solange dieser noch in seiner giftigen Phase ist. Das heißt, so lange Sie also kein Gift zubereiten, wird durch weiteres Hinzugeben anderer Zutaten das Gift neutralisiert, beziehungsweise die giftige Wirkung entschärft.(die Dämpfe können aber bis zu diesem Zeitpunkt giftig sein)

***

*Genug geredet.* Kommen wir aber jetzt zu den pflanzlichen Zutaten:

Bubotubler: Die Bubotublerpflanze ähnelt im Aussehen einer schwarzen Riesenschnecke, die sich krümmt und windet. Sie wächst senkrecht aus dem Boden. An seinen Stängeln wachsen Geschwülste, die ausgewachsen groß und glänzend wirken. Diese sind mit einem gelbgrünen Eiter, der nach Benzin riecht, gefüllt. Der Eiter wird zur Herstellung eines Aknemittels gebraucht. Im reinen, unbearbeiteten Zustand führt Bubotublereiter zu schmerzhaften Hautreizungen, bis hin zu Geschwülsten, weshalb es ratsam ist beim Umgang mit dieser Zutat Drachenhaut- oder Bieberfellhandschuhe zu tragen.

 

Dianthuskraut: Dianthuskraut ist eine magische Wasserpflanze die im Mittelmeer wächst. Es handelt sich dabei um eine Algenart, deren Blätter wie schmierige, graue Rattenschwänze aussehen.

Werden diese gut zerkaut geschluckt, wachsen der Person Kiemen und Schwimmhäute. Nach dem Verzehr muss die Person ins Wasser, denn oberhalb der Wasseroberfläche würde sie ersticken. Die Wirkung hält etwa eine Stunde an.

 

Venemosa Tentakula: Diese giftige und Fleischfressende Pflanze besitzt rötliche Tentakelförmige Stiele mit Maulähnlichen Blüten. Damit kann die aggressive Pflanze kräftig zubeißen, wenn sie sich unbemerkt an ihre Opfer heranschleichen kann. Um sich vor Bissen zu schützen, reicht es aus, die Tentakel mit einem Klapps zu verscheuchen, so zieht sich die Pflanze wieder zurück.Ihre schwarzen, verschrumpelt aussehenden Samen sind ebenso giftig und müssen immer gut behütet werden, da diese sich selbstständig bewegen können. Der Handel mit den Samen ist daher nur unter fachkundigen Zaubertrankmeistern und Kräuterkundigen erlaubt.

Snargaluff: Der Snargaluff ähnelt einem Baumstumpf und erst wenn man sich ihm nähert streckt er einem seine Brombeerartigen Ranken aus, um vermeintliche Angreifer in die Flucht zu schlagen. Diese Ranken müssen zur Ernte der begehrten Snargalufffrüchten auseinandergezogen werden, um den Baumstumpf zu öffnen und die Früchte aus dem Inneren zu gewinnen. Die Früchte haben die Größe einer Pampelmuse und haben eine pulsierende Schale. Im Inneren der grünlichen Frucht befinden sich blassgrüne glitschige "Würmer", die möglichst frisch ausgepresst werden müssen, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Snargaluffsaft ist in vielen Tränken beliebter Bestandteil, da seine Säure ein frisches Aroma verleiht, dass entfernt an Zitrone erinnert.

***

Nun kommen wir zu den tierischen Zutaten:

Einhornhorn: Das Horn eines Einhorns wirkt heilend und entgiftend. Eine kleine Menge des geriebenen Horns reichen aus, um giftiges Wasser trinkbar zu machen und es wird daher in einigen Zaubertränken notwendig sein, etwas Einhornhornpulver hinzuzufügen, um aus verschiedenen Giftstoffen einen trinkbaren, nicht tödlichen Trank zu brauen. Des Weiteren kann man aus einem Einhornhorn und Schrumpelfeigen einen Liebestrank brauen. Die Wirkung des Trankes hält aber nicht lange an und da Einhornhörner extrem teuer sind ist es eine ernste Überlegung, ob die künstliche Verliebtheit lohnend ist. Ich meine, 21 Galleonen für eine knapp einstündige Wirkung des Liebestrankes ist nicht gerade billig und der Nutzen sollte im Vorfeld gut überlegt werden.

Aschwinderin-Eier: Die Aschwinderin ist auf der ganzen Welt verbreitet. Die dünne, fahlgraue Schlange entsteht durch unkontrolliert brennendes, magisches Feuer und hat eine Lebenserwartung von etwa einer Stunde. Die Aschwinderin verlässt schon nach kurzer Zeit das Feuer, um an einem dunklen Ort ihre Eier abzulegen. Diese sind rot leuchtend und strahlen enorme Hitze aus. Bleibt das Gelege unentdeckt, können die Eier das ganze Haus in Brand setzen.

Um dies zu verhindern ist es notwendig die Eier rechtzeitig zu finden und diese mit einem Schockgefrier-Zauber zu belegen. Einzeln eingenommen, helfen die gefrorenen Eier gegen Wechselfieber. Außerdem werden sie für die Herstellung von Liebestränken benötigt.

 

Drachenschuppen: Drachen sind für das Brauen von Zaubertränke kaum noch von Bedeutung, denn seit das Zaubereiministerium das Jagen und Töten von Drachen eingeschränkt hat, müssen viele aus Drachen gewonnene Zutaten ersatzweise von anderen Tieren genommen werden. Einzige Ausnahme bilden die Drachenschuppen, die noch immer nach Belieben zur Verwendung kommen:

Aus Drachenschuppen kann man starke Heiltränke herstellen, ebenso kann man sie in getrockneter Form sparsam in viele Tränke einrühren, um die Trankwirkung zu verlängern oder zu intensivieren. Für die Nutzung von Drachenschuppen müssen keine Drachen getötet werden. Die Drachen verlieren die Schuppen auf natürliche Weise, sobald diese erneuert werden. Sie können von den Tierpflegern in den Reservaten in ausreichender Menge eingesammelt werden.

Jobberknollfedern: Jobberknoll ist ein kleiner, blaugesprenkelter Vogel, der überwiegend in Nordeurope und Amerika lebt. Er ernährt sich ausschließlich von Insekten und gibt in seinem Leben nur einen Laut von sich. Erst in seiner Todesstunde entfährt ihm ein Schrei, der in umgekehrter Reihenfolge alle Geräusche, die er in seinem Leben gehört hat wiedergibt. Jobberknolls besitzen ein hervorragendes Gedächtnis, weshalb seine Federn zu Verwendung von Erinnerungstränken genutzt werden. Ebenso werden seine Federn zur Herstellung des Veritasserums benötigt.

So, ich denke, dass sollte für den Anfang reichen. Sie haben nun einen groben Überblick über die Art und Vielfältigkeit der Zutaten. Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe verschiedener anderer Zutaten, doch um sie alle aufzuzählen, würden wir noch den Rest des Schuljahres brauchen. Wenn Sie also über Zutaten stolpern, die Sie nicht kennen, können Sie gerne in der Bibliothek nachschlagen.


Kommen wir nun zu Ihren Hausaufgaben (ich hoffe, Sie können dabei viele Punkte gewinnen):

  1. Schreiben Sie mir zu je zwei tierischen und pflanzlichen Zutaten (freie Wahl)einen kleinen Steckbrief. 100 HP (je 25 HP)
  2. Nennen Sie mir, was man bei Ernte, Lagerung und giftigen Zutaten beachten sollte. (Texförmig) 60 HP (je 20 HP)

(Schicken Sie mir Ihre Hausaufgaben an JessicaKoch3@gmx.net)

 

Stunde 3

Hallo alle zusammen!!!

Unser heutiges Thema ist der Kessel.

Der Kessel ist das wichtigste Utensil für einen erfolgreichen Zaubertrank, doch es gibt feine Unterschiede in Material und Form. Nicht jeder Trank kann in jedem Kessel gebraut werden. Einige der Kessel schmelzen, wenn sie zu hohen Temperaturen ausgesetzt werden, andere neigen dazu, mit der Zeit brüchig zu werden oder sie reagieren auf Einflüsse von außen und bilden eine Schicht, die den Trank unwirksam machen würde oder die beabsichtigte Wirkung verfehlen lässt.

 

Nun kommen wir zu den Materialien, aus denen Kessel bestehen können. Jedes Material hat seine Vor- und Nachteile und damit werden wir uns jetzt im Detail beschäftigen müssen, damit beim späteren Brauen keine Probleme mit dem Kessel auftauchen.

Zinn:

Zinn ist ein silber-weiß glänzendes Metall und bildet eine Oxidschicht (das heißt, es reagiert mit der Luft und bildet somit eine dünne Schicht auf dem Metall), die das Metall sehr stabil gegenüber Chemikalien macht. Das hat zumindest den Vorteil, dass man nahezu alle Zutaten in diesen Kessel einfüllen kann, ohne Gefahr zu laufen, dass diese Zutaten sich durch den Boden ätzen und der Kessel undicht und somit unbrauchbar werden würde. Des Weiteren ist Zinn, obwohl es zu der Gruppe der Schwermetalle gehört, ein extrem leichtes Metall (leichter als die Edelmetalle und viele andere Halb- und Schwermetalle) und recht weich und dehnbar. Bei einer Erhitzung nahe dem Schmelzpunkt kommt es daher erst zu einer Verformung, die allerdings, wenn sie rechtzeitig entdeckt wird, behoben werden kann. Es ist daher nötig, diesen Kessel bei jeder Erhitzung des Inhalts genau im Auge zu behalten.

Jetzt allerdings kommen wir zu dem großen Nachteil, den ein Zinnkessel im Vergleich zu einigen anderen Kesselarten hat: Sie alle haben sicher schon einmal Bleigießen gemacht, oder zumindest von dieser Muggeltradition zu Silvester gehört. Blei wird über einer Kerze erhitzt und schmilzt recht schnell, wenn man es direkt über den blauen Teil der Flamme hält – Sie fragen sich mit Recht, worauf ich hinaus will, zumal wir noch immer bei Zinn sind –

Nun, Zinn schmilzt schon bei einer Temperatur von 232° C, Blei erst bei 327° C. Das heißt für uns und besonders für das Brauen in Zinnkesseln, dass der Kessel niemals direkt im Feuer stehen und nie sehr hohen Temperaturen ausgesetzt werden darf.

Aluminium:

 Aluminium ist ein Leichtmetall und bildet wie Zinn an der Luft eine dünne Oxidschicht, die das Metall stumpf silbergrau erscheinen lässt. Die Oxidschicht macht das extrem leichte Metall nahezu korrosionsbeständig, weshalb es auch in der Industrie viel Verwendung findet.

Aluminium ist ein sehr guter Wärmeleiter und hält Temperaturen bis zu 660°C aus. Die Muggel stellen aus diesem Metall Kochtöpfe für ihre Reisen her, da diese sehr leicht sind und das Essen schnell darin heiß wird. Dennoch finden sich auch bei Aluminium einige Nachteile. Zum einen ist es sehr weich und anfällig für Verformungen. Ein anderes Problem ist der Umgang mit säurehaltigen Lebensmitteln. In diesen können sich Aluminiumsalze lösen und somit in die Nahrung gelangen. Andererseits nimmt jeder Mensch täglich Aluminium durch seine Nahrung auf ohne nennenswerten Schaden zu nehmen. Bei der Verwendung von Aluminiumtöpfen oder Aluminiumfolie erhöht sich diese Menge jedoch um ein Vielfaches, welches bei einigen Menschen zu allergischen Reaktionen führen kann.

Kupfer:

 Kupfer ist ein rötliches Halbedelmetall und gilt nach Silber als das beste Strom und Wärme leitende Metall. Strom spielt in der Zaubertrankbrauerei keine besondere Rolle weshalb dieser Fakt für uns uninteressant ist. Umso wichtiger ist aber die Wärmeleitung. Der Kessel wird bei Erhitzung schnell heiß und die Hitze dehnt sich bis zum oberen Rand des Kessels aus, dadurch besteht eine erhöhte Gefahr sich am Kessel zu verbrennen.

Als weiterer Vorteil ist die hohe Widerstandskraft gegen hohe Hitzeeinwirkungen. Kupfer schmilzt nämlich erst bei 1083° C, dass ist mehr als bei Gold, aber weniger als bei Platin oder Eisen. Ein großer Teil der üblichen Tränke können in diesem Kessel zubereitet werden, vorausgesetzt man vermeidet essighaltige Zutaten. Essig und Essigsäure greifen das Metall mit der Zeit an und reagieren mit ihm, sodass es zur Bildung von Grünspan (auch Kupferacetat genannt, aber dass müssen Sie sich nicht merken) kommt. Diese grünlich schimmernde Schicht wird als mäßig giftig bezeichnet, führt aber bei regelmäßigem Verzehr (wenn die Ablagerungen in den Trank oder in Speisen gelangen) zum Tode. Falls Sie sich also irgendwann einen Kupferkessel anschaffen sollten, müssen Sie darauf achten, dass dieser von innen mit einem anderen Metall beschichtet ist, um diese negativen, um nicht zu sagen tödlichen, Nebeneffekt zu vermeiden und diese Beschichtung (vorzüglich Gold) muss pfleglich behandelt werden, denn Spitze oder scharfe Gegenstände könnten Kratzer oder Kerben hinterlassen und so das Kupfer freilegen.

Messing:

 Messing ist eine Mischung (in Fachkreisen Legierung genannt) aus Kupfer und Zink. Es ist minimal leichter, aber härter als reines Kupfer. Kessel aus Messing sind daher sehr widerstandfähig. Je mehr Zink beigesetzt wird, umso geringer sind die negativen Auswirkungen auf die Reaktion mit Essigverbindungen, allerdings wird dadurch auch der Schmelzpunkt verringert und man muss bedenken, dass Zink sehr schnell oxydiert. Die negativen Auswirkungen der beiden Metalle verringern sich aber, wenn sie vermischt sind.

Bei hohen Temperaturen wird Messing spröde und kann daher bei langer und sehr hoher Wärmeeinwirkung leicht zerspringen. Es zersplittert in scharfe Stücke, die schwere Verletzungen hervorrufen können. Zusätzlich ist die Reinigung sehr aufwändig und zeitraubend. Der Kessel muss poliert werden, um die Oxidationsschicht (Das ist die Schicht, die sich bildet, wenn das Metall mit der Luft verbindet) zu entfernen.

Das waren jetzt die wichtigsten Kessel, die Ihnen in Ihrer Schullaufbahn begegnen werden. Es gibt natürlich auch noch die Edelmetallkessel aus Gold, Silber und Platin. Platin jedoch werde ich an dieser Stelle nicht extra aufführen, da dieses Metall sehr teuer ist, dass es auch für viele Tränkemeister nicht erschwinglich ist.

 

Gold:

Gold galt schon immer als etwas besonderes, weil sein Glanz die Menschen seit jeher in seinen Bann zog. Es ist verhältnismäßig schwer, extrem weich und teuer, weshalb es kaum in der Zaubertrankbrauerei verwendet wird. Es schmilzt erst bei sehr hohen Temperaturen und wie fast alle Edelmetalle reagiert Gold in reinem Zustand auch bei hohen Temperaturen so gut wie gar nicht mit anderen Stoffen. Man kann also praktisch ohne Bedenken alle Tränke in einem Goldkessel zubereiten. Da Gold aber extrem weich ist, wird es aber so gut wie nie im reinen Zustand verarbeitet. Zusätze wie Kupfer, Nickel, Palladium und Zink (die vier Metalle gemischt ergeben Weißgold) machen den Kessel um einiges stabiler, aber durch den Zusatz von Palladium ist es extrem teuer und fast nicht bezahlbar.

Silber:

Silberkessel haben eine sehr lange Tradition, die bis zu den Sumerern zurückverfolgt werden kann. Sie glaubten, dass Silber eine besonders magisch-religiöse Kraft besaß und wurde daher ausschließlich in Tempeln nicht aber im Alltag genutzt. Die Ägypter gaben dem Metall den Namen Mondmetall. Silber ist das leichteste und preiswerteste der hier vorgestellten Edelmetalle. Es hat von allen Metallen die beste Wärmeleitfähigkeit (leitet aber auch Elektrizität) und ermöglicht so ein extrem schnelles Erhitzen des Trankes (Vorsicht Verbrennungsgefahr!!!). Ebenso wird es von den meisten bekannten Säuren nicht angegriffen und daher sehr widerstandsfähig. Weitere absolute Besonderheit des Metalls ist seine bakterientötende (z.B. bei Typhus-, Cholera- oder Milzbrandbakterien) Wirkung, weshalb es oft in der Muggelmedizin verwendet wird. Bei uns werden besonders viele Heiltränke darin hergestellt. Zum Beispiel gegen Erkältungen und zur Heilung von verschiedenen Wunden. Aber auch der Wolfsbanntrank wird in einem solchen Kessel gebraut.

Wenn Sie jetzt meinen, ein Silberkessel wäre optimal, muss ich Sie leider enttäuschen: Silber hat nämlich die Eigenschaft, dass es eine braunschwarze Oberfläche bildet, wenn es mit Schwefel in Berührung kommt (Silbersulfid). Das Vorkommen von Schwefel aus der Luft oder in einigen Lebensmitteln (Eigelb, Senf, Hülsenfrüchte) reichen dafür aus. Da es beim Brauen eines Zaubertranks kaum möglich ist, auf Schwefel und Schwefelhaltige Zutaten zu verzichten, muss ein solcher Kessel vor jedem Gebrauch gesäubert und poliert werden, was viel Zeit in Anspruch nimmt.

 

***

Sie sollten nach dieser Exkursion in die Welt der Physik und Chemie gelernt haben, dass es keinen optimalen Kessel gibt. Für unsere ersten praktischen Übungen reichen Zinnkessel völlig aus zumal sie erschwinglich sind und ein Ersetzen nach Verlust zu ertragen ist.

 

Bei den Kesselgrößen möchte ich mich nicht allzu lange aufhalten. Sie besitzen alle einen Kessel der Größe 2. Diese haben ein recht kleines Fassungsvermögen. Die meisten Zaubertrankrezepte sind jedoch auf Kessel dieser Größe ausgerichtet. Benötigen Sie größere Mengen eines Trankes, müssen Sie also die Zutaten bis zur gewünschten Menge hinzuzählen. Bei doppelter Menge sind also alle Zutaten des Rezepts zu verdoppeln An der Braugeschwindigkeit und den Abläufen verändert sich soweit nichts, solange Sie natürlich keinen Platinkessel verwenden.


Kommen wir nun zu Ihren Hausaufgaben (ich hoffe, Sie können dabei viele Punkte gewinnen):

1.   Zeichnen/Malen Sie mir doch einen Arbeitsplatz, an dem bereits Utensilien, die öfter für Zaubertränke gebraucht werden, vorhanden sind. Auf der Zeichnung sollte nur der Arbeitsplatz zu sehen sein, kein größerer Raumauschnitt!

 

Für eine sehr gute Hausaufgabe kann es bis zu 200 Punkte geben.

(Diese Hausaufgabe kann im JPG-Format als Anhang verschickt werden.)

2.   Fertigen Sie mir eine Tabelle an, mit den jeweiligen Metallen in der ersten, den Vorteilen in der zweiten, und den Nachteilen in der dritten Spalte an!(60 Hauspunkte)

z. B.

Metall

Vorteile

Nachteile

Zinn

 

(Schicken Sie mir Ihre Hausaufgaben an JessicaKoch3@gmx.net)

 

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